Archiv: 76. Heimatkreistreffen des Riesengebirgler Heimatkreises Trautenau e.V.
"70 Jahre Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau e.V."

 Startseite / Grußwort

 Verein

 Riesengebirgsstube

 Aktuelles

 Termine/
 Veranstaltungen

 Pressemitteilungen

 Heimatortsbetreuer

 Familienforschung

 Bücher - Angebote

 Ehrungen

 Wissenswertes über
 die Region Trautenau

 Links

 Archiv

 

 

  Die Themen dieser
  Rubrik sind:

  Überblick

  Heimatkreistreffen
  2019

 

 

 

 

Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau e.V.

Seite 7

Der Samstag (Fortsetzung):

Harald Richter bestritt von 17.00 Uhr – 18.15 Uhr mit 21 Zuhörern und teilweise Mitwirkenden die Mundartstunde.

Nach Eintreffen von Ehrengast und Schirmherrin Barbara Stamm und Begrüßung durch den Vorsitzenden Wigbert Baumann wurde der Festabend um 19.00 Uhr durch einen Bildervortrag von Peter Stächelin über das Gebietsdreieck Trautenau – Schneekoppe – Landeshut eröffnet. Er zeigte Aufnahmen und informierte über Neuigkeiten, Veranstaltungen und Ausstellungen, die es während seinem Aufenthalt vom 14.-22.05. in dieser Gegend gab.

Im Anschluss informierte Peter Stächelin über die Planungen zum von der Stadt Trautenau erworbenen Friedhof Döberle und damit verbundenen den Arbeitseinsatz des Vereins für Deutsch-Tschechische Verständigung am 02.11.2019, an dem sich als Zeichen der Verständigung auch Deutsche beteiligen sollten.

Außerdem zeigte Peter Stächelin die Bilder der 2020er Kalender Alt-Schatzlar und Alt-Trautenau und informierte, dass man die Kalender zum Preis von 10,- € je Stück plus Porto bei ihm bestellen kann.

Anschließend wurden einige Lieder vom Trio „Veitshöchheimer Allerlei“ gesungen und gespielt.

Es folgte gegen 20 Uhr vor 28 weiteren Besuchern ein Vortrag des Ehrenvorsitzenden Werner Haase, der über die Gründungszeit von Trautenau, der Entwicklung des Heimatkreises und dessen Zukunftsaufgaben referierte. Zitat: „Was bewegte eigentlich unsere Landsleute damals 1946 sich zu versammeln, sich zu treffen. Neben dem Kampf ums tägliche Leben waren es Fragen, wo sind wir eigentlich, wohin hat es uns verschlagen, in welche Stadt, in welches Dorf. Wo sind unsere Angehörigen, wo unsere Nachbarn? Sind sie überhaupt der Hölle entkommen? Ich erinnere, wir waren 1945 Persona non Greta. Dieser Gedanke des sich Orientierens, des Sichfindens, die Hoffnungslosigkeit miteinander zu teilen, sich gegenseitig Mut für die Zukunft zu machen forderte den Gemeinschaftssinn geradezu heraus und mündete letztlich in der Gründung des Heimatkreises mit seinen Jahrestreffen.“

Werner Haase skizzierte Gründungszeit nach und ließ auch die in dieser Zeit stattfindende Übernahme der Patenschaft über uns Trautenauer durch die Stadt Würzburg nicht unerwähnt. Nachdem er alle Vorsitzenden und deren Amtszeit verlesen hatte stellte er fest, dass er selbst der letzte Vorsitzende aus der Erlebnisgeneration war.

Weitere Themen seiner Rede waren die satzungsgemäße Führungsstruktur und die Geschichte der Heimatkreistreffen. Mit der Übernahme der Patenschaft sei Würzburg zur zweiten Heimat von uns Trautenauern und die Riesengebirgsstube zum kulturellen Mittelpunkt geworden. Er sprach an, was diese alles leistet. Zitat: „Die Chroniken, Bilder, Trachten und Gebrauchsgegenstände erinnern an Geschichte und Brauchtum. In der Heimatstube kann man unsere Heimat erleben. Präsentationen über Künstler, Ingenieurleistungen, Leben und Wirken namhafter Wissenschaftler aus unserer Heimat vertiefen das Erleben. Ebenso Veranstaltungen, gemeinsam mit der Ackermanngemeinde, wie Autorenlesungen oder historische Tatsachenberichte.“

Unerlässlich für die Führung und Gestaltung der Heimatkreise nannte er die Heimatortsbetreuer und die Zeitung „Riesengebirgsheimat“. Die Heimatortsbetreuer pflegen enge Kontakte zu den Landsleuten aus den jeweiligen Heimatorten und seien somit eine sichere Informationsquelle. Ihnen dankte er besonders. Die Riesengebirgsheimat sei das Heimatblatt der Kreise Trautenau und Hohenelbe. Berichte, Erzählungen aus der Vergangenheit unserer Heimat, Neuigkeiten aus unserer Heimat sowie Biographien und Schicksale einzelner Landsleute werden Lesern nähergebracht und in Erinnerung gerufen.

Mit der Einrichtung der Begegnungszentren in Tschechien durch die Bundesrepublik Deutschland eröffneten sich für den Heimatkreis unerwartete Möglichkeiten eines Dialogs mit den Menschen in der Heimat. 1992 wurde der „Verein für Deutsch-Tschechische Verständigung Trautenau Riesengebirge“ gegründet. 1993 fand die offizielle Einweihung des Begegnungszentrum Trautenau statt. Es ist für die Kreise Trautenau, Hohenelbe und Braunau zuständig. Das Begegnungszentrum bot die Gelegenheit mit den Bewohnern vor Ort, ob Tschechen oder Deutschstämmig, Kontakt aufzunehmen, Gedanken auszutauschen und gemeinsame Projekte zu pflegen oder durchzuführen. Er nannte einige Beispiele, die er selbst auch aktiv begleitete. Daher entstand ein äußerst vertrauenswürdiges Verhältnis zwischen den Vertretern des Heimatkreises, dem Bürgermeister von Trautenau, dem Landrat, Ärzten und anderen Offiziellen.

Gemeinsame Veranstaltungen in Trautenau und Würzburg vertieften die Beziehungen. Er erwähnte auch den Besuch des Oberbürgermeisters von Trautenau und Landrats in Würzburg - was letztlich zur Patenschaft Würzburg/Trautenau führte. Initiator sei der Heimatkreis gewesen.

Seite 8

Impressum      © Copyright 2005 – 2021, www.trautenau.de